02.02.2014 · Kultur · Tags:

KonterKunst: Orchard Beach


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In der Bronx gibt es nicht nur weißen Schnee, in der Bronx gibt es auch weißen Strand. Die Hipster sollen ruhig nach Brighton Beach fahren, die Bronx-Bewohner haben schließlich ihre eigene Riviera. Wayne Lawrence ist sieben Jahre lang zum Orchard Beach gefahren und hat die Strandgäste porträtiert.

Wer in der Bronx wohnt hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Wayne Lawrence ist selbst als Fremder aus der Karibik nach New York gekommen, er weiß wie es sich anfühlt einen Stempel aufgedrückt zu bekommen. Deswegen hat er den Stereotypen über die immigrierte Arbeiterklasse den Kampf angesagt – mit seiner Kamera in der Hand ist er seit 2005 jeden Sommer zum Orchard Beach gefahren, um dort auf immer wieder die gleichen Leute zu treffen. Beeindruckt vom Stolz und der Würde der Bronx-Bewohner, hielt er die Geschichten der Neu-New-Yorker fest. Porträts aus dem Exil der Bronx-Riviera, wo niemand Narben oder Andersartigkeit verstecken muss.

Für Wayne Lawrence war es wichtig den Menschen, die so oft missverstanden wurden mit seinen Fotos eine Stimme zu geben, erst Recht nachdem sein eigener Bruder zu Hause in der Karibik erschossen wurde.

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(Fotos: Ramona Drosner for twoinarow.com)

„Orchard Beach“
Wayne Lawrence

Amerika Haus | Karolinenplatz 3
noch bis 30. April | Eintritt frei

Ramona

Ramona

ist Studentin an der Deutschen Journalistenschule. Sie findet, dass München in wenigstens einer Sache ziemlich gut ist: Kunst. Deswegen ist sie oft und gerne in Galerien anzutreffen.
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