13.07.2014 · Kultur · Tags:

KonterKunst: Boutique


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Kunst, Konsum und Kleiderständer? Bilder, ordentlich am Bügel aufgehängt, fix anprobiert und in einer anderen Farbe hervor gesucht. Auf dem Kunstmarkt geht es zu wie auf der durchschnittsdeutschen Einkaufsmeile – Höchste Zeit für ein wenig künstlerischen Schalk.

Maria Justus räumt auf in der Boutique. Vor der grünen Kunst-Tapete mit ihrem geometrisch-photogeshoppten Manet. Statt Haute Couture hängt sie Bilder an die Kleiderbügel. Zarte, farbenfrohe Bilder mit einem großen Kreis aus Geschenkpapier in der Mitte. Denn das Original ist ein Geschenk! Warum ein Kunstwerk in den Massendruck geben, wenn man auch viele verschiedene Originale herstellen kann? Wer sich traut kann die Bilder von der Stange nehmen, anprobieren oder an den Nagel hängen.

Damals eine verklärte Vorstellung von einem romantischen Frühstück im Grünen – heute ein (nacktes) Selfie auf jeder digitalen Leinwand. Die Kunst wird zum Konsumprodukt. Maria Justus nimmt das mit Humor und kreiert eine Ausstellung zum Anfassen und Ausprobieren.

Geheimtipp: Zur Finissage am Donnerstag wird es neben Vino, auch von der Ausstellung inspirierte Kurzfilme zum Genießen geben.

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(Fotos: Ramona Drosner for twoinarow.com)

BOUTIQUE
Kunst von Maria Justus

Centercourt Gallery
Adalberstr. 44
Sa 14-18 Uhr und nach Vereinbarung
noch bis Do 17. Juli – Finissage ab 20 Uhr
Eintritt frei

Ramona

Ramona

ist Studentin an der Deutschen Journalistenschule. Sie findet, dass München in wenigstens einer Sache ziemlich gut ist: Kunst. Deswegen ist sie oft und gerne in Galerien anzutreffen.
Ramona

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