10.03.2016 · Interview, Kultur · Tags:

Das Forward Festival – Ein Interview mit den Organisatoren


Das „Forward Festival“ für Kreativität, Design und Kommunikation geht in die nächste Runde und ist nach einem ersten Stopp in Wien am 09. & 10. April nun auch bei uns in München zu Gast. Wie immer dient die Veranstaltung nicht nur als übergreifendes Netzwerk verschiedener kreativer Disziplinen, sondern auch als Einblick in das Schaffen erfolgreicher Persönlichkeiten der Kreativbranche, die sich mit ihrer Arbeit in den Bereichen Grafikdesign, Film, Illustration, Fotografie, Street Art, 3D-Animation und Werbung verdient gemacht haben.

 
Aus welchen Beweggründen habt ihr das Forward Festival ins Leben gerufen?

Das Forward Festival ist aus dem Bedürfnis hinaus entstanden, Kreative aller Disziplinen gemeinsam an einem Ort zu vereinen. Sinn und Zweck ist es, einen Einblick in die Schaffensprozesse großer Ideen ausgewählter Referenten zu ermöglichen und deren Inspirationen, Anschauungen, Herangehensweisen und Arbeitsschritte erfahrbar und nachvollziehbar zu machen.

Das Forward Festival gibt einen Einblick in alle erdenklichen kreativen Disziplinen. Was für einen persönlichen Bezug in eurer Biographie bringt ihr mit, wenn es um das Thema Creative Industries geht?

Wir kommen beide vor allem aus dem Marktkommunikationsbereich und haben einige Jahre bei Agenturen oder im internen Marketing gearbeitet. Diese Erfahrung vereinen wir nun gemeinsam als Forward Creatives OG, wo wir neben dem Forward Festival noch viele andere Projekte im Kreativbereich betreuen.

Welche Erfahrungen und Erinnerungen habt ihr aus den ersten beiden Jahren des Forward Festivals mitgenommen?

Wir haben die tolle Erfahrung gemacht, dass großes Interesse an einer Veranstaltung wie Forward besteht und dass es keine Plattformen in Österreich gibt, die in eine ähnliche Richtung gehen. Das zeigt sich vor allem an dem Wachstum des Festivals und dem Zuspruch, den wir von unseren TeilnehmerInnen bekommen.

Bei der Organisation des Festivals beschäftigt ihr euch sehr intensiv mit dem State of the Art der Kreativbranche. Welche Aspekte und Entwicklungen in diesem Bereich, die einen nachhaltigen Effekt haben werden, könnt ihr derzeit beobachten?

Es ist schwierig einen Creative-Industries weiten Trend zu definieren. Was sicher auf viele Disziplinen zutrifft, ist der Hang zur Interaktivität. Sei es bei Ausstellungen (bestes Beispiel derzeit ist wohl die Happy Show von unserem Main-Speaker Stefan Sagmeister im MAK), als auch bei der Kunst selbst, die den Betrachter zum Anwender werden lässt. Man will nicht mehr stiller Beobachter sein, sondern die Kunst und das Kreative selbst erleben, will anfassen und erfahren. Dieser Trend wird sicher auch in Zukunft spannend sein und sich auf noch unangetastete Bereiche der Creative Industries ausweiten. Virtual Reality wird unserer Meinung nach eine große Rolle spielen.

Nach welchen Kriterien werden eure Speaker ausgewählt und wen sollte man dieses Jahr auf keinen Fall verpassen?

Uns ist es wichtig, eine spannende Balance im Festival Line Up zu zeigen. Einerseits werden weltbekannte Designer Vorträge halten, andererseits sind junge, up-and-coming Künstler mit dabei, genauso wie große Marken à la Vice und Lomography. Wir versuchen zwischen diesen drei Gruppen eine gute Balance zu halten. Ebenso verhält es sich bei den verschiedenen Disziplinen, auch hier vereinen wir ein großes Spektrum, von Grafik Design, über Street Art zu Motion Design. Die diesjährigen Highlights sind sicher Stefan Sagmeister, Mirko Borsche und Erik Kessels. Unsere persönlichen Geheimtipps sind die Videokünstlerin Natalia Stuyk, das Design Studio Salon Alpin und das Grafik-Videokollektiv ZWUPP, welches für die diesjährige CI verantwortlich sind.

Was genau hat es mit der Moon Exhibition auf sich, die ihr in Wien und in München im Rahmen des Festivals geplant habt?

Im Rahmen der Moon Exhibition bieten wir Designern, Künstlern und Kreativen die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit in Wien und München zu präsentieren. Die ausgewählten Arbeiten werden auf dem Festival auf eine ganz besondere Art präsentiert, wie genau bleibt eine Überraschung. Eingereicht werden können übrigens Arbeiten aus allen Sparten wie Animation, Design, Film, Fotografie, Illustration, Malerei, Street Art oder Typographie. Genaueres dazu auf unserer Website.

www.forwardcreatives.com

 
Das Forward Festival findet am 09. & 10. April in der BMW Welt München statt. Tickets gibt es hier.

Angelika

Angelika

ist einer der beiden Gründer von Two In A Row und derzeit Studentin an der LMU München in Politikwissenschaften und Soziologie. In diesem Gebiet sind auch ihre Interessen verortet, denn sie beschäftigt sich vordergründig mit Gesellschaft und Kultur.
Angelika

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