16.03.2016 · Interview, Musik · Tags: , ,

Interview: Moderat


Modeselektor aka Gernot Bronsert und Sebastian Szary sowie Apparat aka Sascha Ring arbeiten schon fast so lange als Trio Moderat zusammen, wie ihre beiden eigenen Projekte bestehen. Mit dem erklärten Ziel, einen Kontrast zu ihren eigenen Projekten zu schaffen, starteten die Musiker eine Trilogie, die mit dem nun erscheinenden Album „III“ in Form von Neun Tracks ihren Höhepunkt erreicht. Orchestrale Vielfalt rein mit elektronischen Mitteln und herausragenden Vocals, geprägt durch ihre Erfahrung mit Sounds aus fast 25 Jahren Sub- und Clubkultur.

Dazu gibt es auch wieder eine große Release-Tournee um die ganze Welt. Bevor diese startet, haben wir Moderat ein paar Fragen zu Schaffungsprozessen, dem touren als Band und natürlich dem neuen Album mit zugehöriger Show gestellt.

 

Die Messlatte wurde mit den bisherigen beiden Alben sehr hoch gelegt. Wie reagiert man auf diesen Erwartungsdruck?

Die Messlatte heißt in diesem Falle, wir wollten das beste Album überhaupt machen. Wer will schon das zweitbeste Album machen? Also haben wir uns sehr intensiv in die Materie hineingekniet. Die Musikgeschichte im Allgemeinen sagt das dritte Album sei das schwierigste. Das mag sein. Letztendlich sind wir mit unseren Ansprüchen gewachsen, die liegen immer sehr weit oben.

Hat dies eueren Schaffungsprozess beeinflusst?

Ja, das hat es auf jeden Fall. Wir sind im Prinzip genauso an die Sache herangegangen wie bei den beiden Alben davor, es haben sich aber die Dinge doch etwas anders angefühlt als sonst. (Thema Anspruch)

Das Bühnenkonzept der letzten Tour war sehr beeindruckend. Was dürfen wir von der neuen Show optisch und musikalisch erwarten?

Musikalisch haben wir unser Set Up etwas freier gestaltet. Es gibt mehr Möglichkeiten die Songs freier spielen zu können. Wir haben mehr „Spielzeug“ – Controller, FX-Pedale und Drumpads auf der Bühne. Grundsätzlich ist das auch ein Problem bei elektronischer Musik, die auf Live-Sequenzen basiert, man ist oft in der Software bzw in den Maschinen gefangen.

Schon lange seid ihr drei als Moderat nun zu Gange. Was sind die Vorzüge als Trio?

Man kann Entscheidungen leichter treffen. Man muss aber auch lernen Dinge einzustecken, die einem nicht so gefallen, das heißt man wird überstimmt. Das nennt man Demokratie im weitesten Sinne.

Und ein Nachteil?

Vorteil: Dreierkonstellationen beflügeln den kreativen Prozess.
Nachteil: Man muss sich noch mehr bei Terminen und Co abstimmen…

Mit „III“ habt ihr das Ziel der Trilogie erreicht. Wie geht es mit Moderat jetzt weiter?

Ja, das ist richtig. Wir haben eine Trilogie vollendet. Was aber nicht heißen soll, dass tatsächlich Schluss ist. Wir werden erstmal eine ausgedehnte Tour zum Album machen machen, danach werden neue Pläne geschmiedet.

Wir sind auf die Show in München gespannt – Bis zum 31. März im Zenith!

Wir freuen uns auch. Bis dann! Servus.

Titelfoto: Flavien Prioreau

Moritz

Moritz

ist einer der beiden Gründer von Two In A Row und im Bereich audiovisuelle Medien gelernt. In seiner Tätigkeit als DJ, Mitarbeiter in einem großen Münchner Plattenlabel und tagtäglicher Autor hier, beschäftigt er sich non-stop mit Musik und den Geschehnissen in München.
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